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Mehr weibliche Chefs: Managerinnen der Ernährungsbranche gründen Netzwerk

Managerinnen aus verschiedenen Unternehmen der Ernährungsbranche haben ein Netzwerk zur Förderung von Frauen in Führungspositionen ins Leben gerufen. „In der gesamten Wirtschaft ist der Anteil an weiblichen Führungskräften noch sehr niedrig“, sagt Cornelia Hulla, Mitglied des Vorstands der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG und Initiatorin des Netzwerks. „Obwohl immer mehr Frauen mit erstklassiger Qualifikation bereit stehen, hat sich der Anteil weiblicher Führungskräfte in den vergangenen Jahren kaum bewegt.“

Basierend auf der Erkenntnis, dass ein starkes Netzwerk eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche berufliche Karriere ist, hat die Coca-Cola Managerin im vergangenen Jahr zusammen mit weiteren weiblichen Führungskräften aus der Branche eine Plattform zur besseren Vernetzung von Frauen in der Ernährungswirtschaft mit Fokus auf der Profigastronomie gebildet. Ziel ist es, durch einen intensiven fachlichen Austausch und gegenseitige Unterstützung dazu beizutragen, dass mehr Frauen den Sprung in das Management schaffen.

Als konkrete Initiative hat das Netzwerk in diesem Jahr ein neues so genanntes „Cross-Mentoring-Programm“ konzipiert, das am 16. Juli offiziell an den Start gegangen ist. Damit sollen junge weibliche Nachwuchskräfte von erfahrenen Frauen firmenübergreifend Beratung und Hilfestellung auf dem Karriereweg bekommen.

Cornelia Hulla: „Wir wollen mit unseren Netzwerkaktivitäten einen wichtigen Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg unserer Unternehmen leisten. Denn Studien zeigen eindeutig, dass Unternehmen mit einem ausgewogenen Anteil von Männern und Frauen in Führungspositionen bessere Ergebnisse erzielen.“
Am Netzwerk beteiligt sind Managerinnen von Coca-Cola, der Restaurantketten Block House, Vapiano, S&C Int.Dtl. Dunkin‘ Donuts, Sausalitos und Schwan, des Madison Hotels Hamburg, des Deutschen Fachverlages sowie von Dallmayr und foodservice solutions.

Mit dem starken Fokus auf der Profigastronomie möchte das Netzwerk vor allem Frauen in diesem Wirtschaftszweig unterstützen. „Obwohl sehr viele Frauen ein großes Interesse an Berufen in dieser Branche haben, ist hier der Anteil an weiblichen Führungskräften mit aktuell weit unter 20 Prozent sehr niedrig“, sagt Gretel Weiß, Chefredakteurin des Branchenmagazins food-service, das im Deutschen Fachverlag erscheint. „Wir glauben, dass mehr Führungsverantwortung für Frauen dieser Branche sehr gut tun wird. Gerade Frauen können mit Kompetenzen wie Gästeorientierung, einem Gespür für Qualität und Frische von Ware und ihrem Talent für ‚Multitasking‘ spezifische Fähigkeiten einbringen.“

Welches Potential dieser Weg hat, zeigte die jüngste Studie des Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) zu Autobahnraststätten. Unter den zehn Top-Rastplätzen in Deutschland liegen fünf Mövenpick Marché Restaurants, die alle von einer Frau geführt werden.

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